Haarausfall

Haare stellen für den Menschen aus biologischer Sicht nur noch eine rudimentäre Struktur dar, da die eigentliche Bedeutung des Haarkleides, wie Wärmeisolierung oder Schutz vor Sonneneinstrahlung, heute eine untergeordnete Rolle spielen. Doch in fast allen Kulturen kommt den Haaren eine große ästhetische Bedeutung zu. „Schöne“ Haare zu haben bedeutet gesund, gepflegt und attraktiv zu sein. So hat der für den Organismus an sich harmlose Haarausfall für die Selbstwahrnehmung und die emotionale Stabilität einen überproportionalen Stellenwert, was nicht selten zu psychischen Störungen führen kann.

Gestörter Haarwuchs und der dadurch bedingte Haarausfall kann unterschiedliche Gründe haben. Eine suboptimale Versorgung mit Mikronährstoffen kann ebenso Ursache des Haarausfalls sein wie hormonelle Veränderungen, akute Stresssituationen oder die Einnahme bestimmter Medikamente sowie Intoxikation mit Schwermetallen.

Suboptimale Mikronährstoffversorgung Das Haar benötigt für ein gesundes Wachstum spezifische Aminosäuren und Mikronährstoffe. Studien haben gezeigt, dass der Haarfollikel in seiner proliferativen Phase sehr sensibel auf eine Reduktion des Angebots der für die Keratinsynthese notwendigen Proteine, essenziellen Fettsäuren und Spurenelemente reagiert.

Ein unzureichender Versorgungsstatus ist gerade bei Frauen häufig die Ursache für ein diffuses Effluvium. Für gesundes Haarwachstum sind insbesondere Eisen, Kupfer, Zink und Jod wichtig. Darüber hinaus werden weitere Mikronährstoffe benötigt, die beispielsweise als Bestandteil von Enzymen die Zellteilung und den Strukturaufbau gewährleisten. Unter den Aminosäuren spielt Cystein eine besonders wichtige Rolle.